von November 12, 2013 0 Kommentare Mehr →

Fußball als Stromquelle

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Die in den USA lebende nigerianische Unternehmerin Jessica Matthews, Chefin des Startups Uncharted Play, entwickelte während ihres Harvard-Studiums einen ganz besonderen Fußball: Man spielt 30 Minuten, und danach gibt er drei Stunden lang Strom für eine Lampe. Das klingt in unseren Breitengraden eher nach Spielerei, aber in vielen Entwicklungsländern ist das sehr nützlich, weil hier, wie z.B. in Nigeria, Stromausfälle an der Tagesordnung sind. So kann man den Ausfall überbrücken, ohne einen weiteren Generator, der mit fossilen Brennstoffen betrieben werden muss, anzuschließen.

Foto: Screenshot

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Der Generator im „sOccket“ getauften Fußball habe einen Mechanismus, der einer Maschine ähnelt, die sich selbst aufzieht, und lade durch die Energie, die er beim Kicken erhält eine Batterie auf, die sich ebenfalls im Inneren des Balls versteckt. Matthews wollte das Schöne mit dem Nützlichen verbinden, als sie den Ball entwarf: Die Afrikaner spielten gerne Fußball, und so könne man das noch reizvoller machen, wenn aus diesem auch noch sauber, erneuerbare Energie käme, die die Menschen selber erzeugen können.

Wenn eine Masseproduktion anläuft, könne der Ball laut Matthews auch in Nigeria erschwinglich sein. Zunächst wird er zwar in Nigeria produziert, aber ab Ende des Jahres zunächst in New York verkauft. Für jeden dort verkauften Ball wird einer in einem ärmeren Land verschenkt. Zudem hatte man in der testphase schon einige in Costa Rica, Haiti, Benin und Nigeria verteilt.

Schon US-Präsident Barack Obama und der nigerianische Präsident Jonathan Goodluck, der Matthews als „Unternehmensbotschafterin“ auszeichnete, kickte mit dem ganz besonderen Fußball. Goodluck sah die Entwicklung auch als Anregung für andere junge Nigerianer/innen, sich Gedanken zu machen. Auch der US-amerikanische Ex-Präsident Bill Clinton fand lobende Worte.

Website Uncharted Play

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