Frohe Ostern aus dem Berliner Prinzessinnergarten

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Der Prinzessinengarten in Kreuzberg ist der große, ältere Bruder meines kleinen Urban Gardening Projekts. 2009 fand sich für ein Pilotprojekt die Gruppe Nomadisch Grün zusammen, und machte eine Freifläche am Moritzplatz fit, die seit den 1950ern Brachland war. Sie stellten mobile Pflanzkisten auf und säten die erste Generation Kräuter und Gemüse – selbstverständlich alles bio. Der Ort sollte eine Art Utopia werden, aber auch ein reales Vorbild dafür, wie in Großstädten die vorhandenen Brachen und Freiflächen zur Erzeugung von frischen und gesunden Lebensmitteln genutzt werden können.

Großstädter können so wieder einen Bezug zur Natur, und konkret zur Lebensmittelerzeugung finden, und es entstehen neue Orte des lokalen Zusammenhalts und Austauschs, im Idealfall über gesellschaftliche, nationale und Alters-Grenzen hinweg. So ein Garten ist auch ein Lernort, für Gärtnerisches, aber auch Zusammenarbeit und Lebensstile, und eine Keimzelle neuer gesellschaftlicher Visionen.

Der Prinzessinnengarten ist inzwischen ein international bekannter Anlaufpunkt für Urban Gardening Projekte, die Gruppe Nomadisch Grün auf vielen anderen, auch temporären Brachen aktiv. Sie organisiert auch spezielle Projekte und Veranstaltungen rund um Urban Gardening. Zudem lädt der Garten am Moritzplatz in der wärmeren Jahreszeit ein, dort einzukehren, teilweise selbst geerntete Getränke und Speisen zu genießen. Dabei kann man Imker/innen zuschauen und natürlich auch den Gärtner/innen, und sich austauschen. Freund/innen des urbanen Grüns können sich hier nicht nur mit Tipps, sondern auch mit Pflanzen versorgen. Chefkoch Pierre hat tolle Rezepte, die er auch bald online stellen will.

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