Update Urban Gardening / Hummelbesuch

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Schon vor ein paar Tagen habe ich festgestellt, dass die Schwertlilien, die ich als „Kassenware“ im Baumarkt für ein paar Euro einfach mal mitgenommen hatte und von denen ich nicht viel erwartet habe wunderbar sprießen. Da ich sie ungeschickt eingepflanzt habe und man sie teilweise versehendtlich leicht umtreten kann, habe ich einen kleinen Backsteinweg angelegt. Zudem hat mir ein Nachbar ein kaputtes Tischchen hingestellt, auf das ich einen alten Blumenkasten geschraubt habe (Erfahrungswert aus dem gestohlenen Lorbeer, den ich nicht weiter festgemacht hatte und der nach zwei Tagen weg war). Da hinein habe ich in definitiv nicht verseuchte Erde Salbei gesät, den ich im Falle des Gedeiens sogar ohne Bedenken nutzen kann. Ich sah auch, dass sogar Sonne auf den Garten kommt, nur kurz und wenn sie hoch genug steht.

Zum ersten Mal sahen mich auch die Schüler der Schule gegenüber, wie ich den Müll, der in den letzten Tagen wieder da gelandet war, beseitigte. Einer fragte: „Was machen Sie da?“ Ich sagte: „Euren Dreck weg.“ Er sagte: „Sehr vorbildlich.“ Ich: „Noch vorbildlicher ist, keinen neuen hinzuwerfen.“ Alles in freundlichem Ton. Aber ich habe trotzdem mal ein soziales Experiment gestartet und eine Mülltüte hingehängt. Mal sehen. Die Nachbarn aus dem Haus jedenfalls haben alle Gefallen am Garten – einer will Pflanzen beisteuern, ein anderer meint, er schaut jeden Tag, wie es aussieht und freut sich. Darum gehts. Was von dem Zeug, was da wächst Unkraut ist und was auch schön blüht ist mir noch nicht ganz klar. Aber ich hoffe, da ist auch was für die Bienen dabei, die bis jetzt in den Kastanien sassen, und die Hummel, die mich heute besucht hat, dabei.

In meiner Wurmkiste geht mittlerweilen die Post ab, seit ich mehr Würmer habe. Es ist immer noch ein wenig zu feucht, aber ich lüfte zur Freude der Fruchtfliegen die Kiste jetzt öfter und den Würmern scheint es zu schmecken. Der Bioabfall nimmt jedenfalls rapide ab. Inzwischen ist die Kiste auch unfreiwillig zum Kartoffelacker geworden, da die ausgeschnittenen Augen der Kartoffeln sprießen.

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