von Februar 5, 2014 0 Kommentare Mehr →

Projekte vorgestellt (1): Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)

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Gülzow ist ein 400-Seelen Dorf bei Güstrow mitten in in Mecklenburg-Vorpommern. Hier sagen sich Hase und Igel gute Nacht, und wenn man kein Auto hat, ist man reichlich aufgeschmissen, da der Bus nur sehr sporadisch fährt. Hier hat die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) mit über 80 Mitarbeiter/innen ihren Sitz – weit ab von Schuss und doch nah dran an ihrem Metier.

Logo der FNR

Logo der FNR

Der 1993 auf Initiative der Bundesregierung gegründete Verein verfügt über umfassende Mittel und ist zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, Information und Beratung sowie Projekträgerschaft im Bereich – wie der Name ahnen läßt – nachwachsende Rohstoffe. Die FNR unterstützt die Erforschung und Entwicklung von Produktlinien von der Erzeugung bis zur Verwendung einschließlich Entsorgung von nachwachsenden Rohstoffen, sammelt Fachinformationen zum Thema und bietet diese Informationen in Form von Beratungen und in aufbereitet Fach- und Lehrbüchern bzw. Magazinen an, die man bestellen oder von der Seite sofort als PDF herunterladen kann.

Um sich umfassend zum Thema und auch die Angebote des Vereins zu informieren, muss man also keinen Ausflug in die Pampa machen – auf der schön und übersichtlich, auch technisch sehr professionell aufgemachten Website befinden sich neben der Mediathek auch verschiedene Themenportale rund um nachwachsende Rohstoffe, von Energiepflanzen über Baustoffe bis zu Bioschmierstoffen. Diese bieten für Neueinsteiger eine Einführung in das jeweilige Thema an, stellen Daten und Fakten dar, geben Praxistipps und verweisen auf Projekte.

Sitz der FNR in Gülzow // Foto: Wikipedia / Volker Petersen

Sitz der FNR in Gülzow // Foto: Wikipedia / Volker Petersen

Konkrete Beratung gibt es in den Bereichen Bioenergie, Bauen und Wohnen und der Nutzung nachwachsende Rohstoffe in Kommunen. Die Infos können sowohl für interessierten Privatpersonen, für die Medien aber auch Vertreter/innen von Firmen und Organisationen interessant sein und können von allen frei genutzt werden. Auch für Lehrer/innen findet sich hier interessanter Stoff – es gibt sogar schon aufgearbeites Lehrmaterial als „Unterrichtspaket“. Die FNR gibt auch Hinweise, wo man einschlgägige Studiengänge belegen kann, oder berufliche oder berufsbegleitende Aus- und Weiterbildungen bzw. regelmäßige Workshops angeboten werden.
Die FNR bietet auf ihrer Seite einen Veranstaltungskalender an und stellt sich selbst und ihre Arbeit regelmäßig auf Messen, Ausstellungen und Veranstaltungen vor.

Der Verein koordiniert das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Er unterstützt und fördert zahlreich Projekte zu bestimmten Förderschwerpunkten mit aktuell insgesamt rund 70 Millionen Euro. Er verfügt über Fördermittel aus dem Bundeshaushalt sowie über Gelder aus dem Energie- und Klimafonds für Forschung und Entwicklung im Bioenergie-Bereich. Weiter unterstützt er die Durchführung einschlägiger EU-Projekte, wo weitere Mittel bereit stehen.

Website der Förderagentur Nachwachende Rohstoffe

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